Donnerstag, 17. Januar 2019
[B] BEZÜGLICH RHATO #24 UND FOLGENDEN
Ich verstehe nicht, warum Bruce einen solchen Aufriss veranstaltet. Pinguin ist nicht tot, Jason hat also sein Versprechen mitnichten gebrochen. Ich weiß aber auch, dass solche Kleinkarierereien in Comics schlichtweg ignoriert werden, weil Plot.

Auch wegen Plot wage ich nicht, mich zu sehr auf mein Bauchgefühl in dieser Sache zu verlassen.
Alles in mir schreit, dass hier was nicht ganz koscher ist. Jason rastet aus wegen seines gewalttätigen Vaters, nur weil dieser ihm emotionale Briefe schickt? Okay, das ist sogar noch glaubhaft, denn erstens hat Jason diesen Teil seiner Vergangenheit nie richtig verarbeitet und dass er seinem Vater gegenüber nicht ganz gleichgültig ist, beweist die Episode in „Death of the Family“, wo er gegen Tim kämpft, um aufgrund der reinen Möglichkeit, dass er zu Schaden kommen könnte, seinen zu Vater beschützen. Ich finde das deswegen gar nicht sooo weit hergeholt, dass er Pinguin umbringen will – auch wenn ich mir sehr wünsche, dass er endlich wieder fest in die Batfamilie aufgenommen wird, in erster Linie weil sie ihm wichtig ist, wie er in „Batwoman“ deutlich sagt.

Es tut mir weh, dass DC ihm diese Chance verweigert, vor allem wegen eines Kotzbrockens wie Willis, aber damit muss ich mich wohl abfinden.

Ich bin der Meinung, dass Jason ein Badass-Charakter sein könnte, ohne zu töten, auch wenn ich mit dem Tod seiner ... Ahem ... „Opfer“ gut leben kann. Ich für meinen Teil liebe an ihm nicht seinen edgy Blutrausch, sondern eher seinen herben, geschmacklosen Humor, seine unkonventionellen Methoden, seine hohe Anpassungsfähigkeit/Flexibilität und die Tatsache, dass ihm die kleinen Leute bzw. ein kleiner Teil Gothams zu beschützen wichtiger ist als die Galaxie.

Dass er ihn aus kürzester Entfernung mit bequemem Zielen auf den Kopf so verfehlt, dass Cobblepot nur in kritischen Zustand fällt, ist entweder hoffnungsloser Bullshit zugunsten hilflosesten Dramas oder es war beabsichtigt. Und ich werde dieses Gefühl nicht los, dass es beabsichtigt ist von Jason genauso wie von Bruce. Auch hier erlaube ich mir in meiner hilflosen Hoffnung wieder Erbsenzählerei:

Bruce sagt nicht „I‘ll bring him down!“ oder „I‘ll go after him!“ oder „I‘ll take him out!“, sondern „I‘ll bring him in“, was übersetzt werden kann mit „ins Team bringen“, „hinzuziehen“, „ins Boot holen“. Na schön, vielleicht kann es auch heißen „jemanden einfangen“ oder sogar „festnehmen“, aber warum benutzt er so einen relativ zweideutigen Ausdruck?

Im selben Panel ist Alfreds Aussage genauso kryptisch. Es tut ihm leid, da etwas zu etwas gekommen ist. Natürlich ist es im Kontext naheliegend, anzunehmen, dass er meint, dass Bruce Jasons Amoklauf aufhalten muss, wenn nötig und leider sehr wahrscheinlich mit Gewalt. Warum sagt er das aber nicht wörtlich?

Es scheint mir genau dasselbe Prinzip wie beim Nichtzeigen von Artemis‘ Mord an Willis, der Leser soll ahnen, dass nicht alles ist wie es scheint. Aus diesem Grund glaube ich auch, dass Willis noch lebt, nicht nur, weil im Sarg keine Leiche liegt.

Was gegen das alles spricht, ist natürlich Jasons Anruf an Artemis und Bizarro, wo er recht verzweifelt und aufgewühlt klingt und behauptet, Mist gebaut zu haben. Das wäre ja nicht nötig, wenn alles ein Plan von ihm und Bruce wäre – wäre es aber nur sein eigener Plan, wäre vielleicht noch möglich, dass er seine Teammitglieder nicht eingeweiht hat und es ihm leid tut, sie in den Schlamassel mit Batman reingezogen zu haben (und er im selben Augenblick erkennt, dass die beiden zwischenzeitlich mit ihrer eigenen Katastrophe beschäftigt sind).

Aber ganz ehrlich? Ich glaube kaum, dass man Jason heutzutage noch Gerissenheit und Raffinesse zugesteht, deshalb denke ich, er ist wohl tatsächlich einfach nur ausgetickt. Mit tiefgründigeren Plänen seinerseits scheinen die heutigen Leser einfach nicht mehr klarzukommen. Ach, ich vermisse Jasons Voraussicht, Intelligenz und Schwerpunkt auf Informationsbeschaffung und breitgefächerte Netzwerke, wie er sie in den alten Comics noch aufweist – auch wenn mir sein Wahnsinn mit Sicherheit nicht fehlt. Damals war er mehr taktisch veranlagt, auch wenn er heftig austeilen konnte. Er hatte sogar Deathstroke ausgespielt und Black Lightnings Unschuld als erster herausgefunden.

Seit New 52 ist Jason seltsam stumpf geschrieben, mehr Kraft als alles andere, was durch seine noch viel stärkeren Teammitglieder auch vollkommen unterwandert wird. Es ist schade. Schade und langweilig.

Und zusätzlich zum Seelenfutter nimmt man mir jetzt auch noch das Eye Candy weg.

Okay, es ist immer schlauer, bei einer Neuerung erstmal abzuwarten und sie auf sich wirken zu lassen. Aber mal ehrlich, es ist doch viel lustiger, Leute wild durch die Gegend ranten zu lesen, weil sie sich von Previews, Teasern und sonstigen Vorschauen auf die völlig falsche Fährte locken lassen. Also seht mich an und lacht euch ‘nen Ast, während ich wegen Jason Todds neuestem Charakterdesign ausraste!

Meine Begeisterung lässt sich in genau vier Worte fassen:

Ich vermisse Dexter Soy.

Jasons neues Aussehen gefällt mir überhaupt nicht. Er sieht aus wie ein Mortal Combattant oder ein edgy und emo Hooligan. Vor allem aber wie ein verrückter Serienkiller, also herzlichen Glückwunsch, Mr. Lobdell und Ladys und Gentlemen DC, ihr habt mehrere Jahre Charakterentwicklung mit einem Schlag zunichte gemacht!

Ich mochte Jasons zahmeres Wesen. Ich mochte die Tatsache, dass er sich für Bruce zusammenreißt. Ich mochte seine engere Beziehung zur Batfamilie.

Ich mochte nicht, dass er, je mehr er sich auf die anderen Fledermäuse verlässt, zunehmend Intelligenz einbüßte und dass Massenmörder niemanden mehr wirklich fürchten mussten. Aber das habe ich hingenommen für Jasons Glück, denn er liebt Bruce und Co. offensichtlich noch immer und wollte sich wieder in die Familie integrieren.

Das ist jetzt anscheinend vorüber, Jason ist wieder zurückgefallen in den Einsamer-Wolf-Modus, den Wahnsinn, das Gehasst-werden, das Unverstanden-sein. GROSSARTIG! Es gibt nichts Schöneres als eine Figur, die 30 Jahre lang auf der Stelle tritt! Ich meine, wen interessiert das nicht, Dekaden der immer gleichen Zyklen Feindschaft – Annäherung – Fuck Up?

Ich für meinen Teil könnte mir sehr gut einen Jason vorstellen, der tötet – und übrigens hat er sehr genaue Prinzipien, wen er tötet, ist also kein Lazarus-verseuchter Irrer mehr, herzlichen Dank – und trotzdem hervorragend mit Bruce zusammenarbeitet. Dazu müsste sich nur einer endlich mal entspannen und das ist Bruce, aber das würde ja *gasp* in Charakterentwicklung ausarten! NOOOIN! EKELHAFT!

Hoffentlich bleibt ihm wenigstens Tim treu. Für den Rest hab ich wenig Erwartung, vor allem Dick ist ja immer sehr schnell im Verurteilen. Tim und Alfred sind so ziemlich die Einzigen, denen ich zutraue, Jasons Dummheiten zu verzeihen und sich wenigstens eine Erklärung anzuhören. Es mag seine Ausraster ja nicht entschuldigen, auch nicht, dass er den Mörder seines (ungeliebten) biologischen Vaters lebensgefährlich verletzt, aber eine Erklärung für sein Verhalten ist es allemal.

Egal, zurück zum Charakterdesign. Ich find's scheiße. Ja, ich bin eine von diesen rückständigen Bremsern, die jedwede Innovation im Keim ersticken.

... Innovation? Ja ... Im Arsch. Bitter?! Ich?! Ich bin doch nicht bitter! Nur weil ich Pete Woods Design für einfallslos, gehirnverkalkt und unangebracht geschmacklos halte?! WTH?!

Kriegt Jay jetzt nicht mal mehr eine einigermaßen hübsche Frisur? Glatze ist einfacher, gelle, Pete? Geht schneller, nicht wahr, DC? Diese Elefantenarme müssen natürlich auch unbedingt sein, aber okay, das hat ja mit dem Outfit nichts zu tun.

Kleiner Pluspunkt: Wenigstens trägt er mal was anderes als seine Lederjacke. Nicht dass sie ihm nicht gut stünde oder ich Lederjacken nicht mag oder sie nicht als eines seiner Markenzeichen betrachte, aber in jedem verdammten Spinoff trägt er eine blöde Lederjacke, als hätte er nichts anderes im Schrank. Alle Bat-Boys verfügen über wechselnde Garderoben, nur Jason ziehen diese fantasielosen Modegurken immer dasselbe an. Das einzige Mal, wo er in letzter Zeit mal einen Mantel an hatte, war in der einen Zukunftsvision in „Batwoman“. Zum Glück! Ein Siebzigjähriger (keine Ahnung, ob das das korrekte Alter ist, so hat ihn der Zeichner auf jeden Fall dargestellt) sähe absolut lächerlich aus mit einer Lederjacke. Soviel Stolz hatte der Künstler also doch. Halleluja.

Apropos Markenzeichen: Red Hood ohne Helm? ... ... Was? Seine Kapuze mag seinem Namen jetzt mehr Ehre machen, aber Red Hood ohne Helm? Ohne Helm? Red Hood? Und gerade jetzt, wo Dexter Soy das Ding so extrem cool gezeichnet hat? ... Nein. Nein, ich weigere mich.

Apropos Weigern: Ein Brecheisen. Als Standardwaffe. Ich hab mich in letzter Zeit selten so verarscht gefühlt wie in dem Moment, wo ich das Ding auf seinem Rücken gesehen habe. In zahlreichen Kommentaren meckern sich welche drüber die Seele aus dem Hals – Völlig zu Recht! – und ihnen wird von oberschlauen Petriwichsern erklärt: „Aber das ist doch eine Anspielung auf den Joker!“

Nein?!

Nein, ehrlich?!

Wirklich?!

Also das hätt ich ja ... Also da wär ich doch nie ... Also so unglaublich, vielen Dank für diesen Hinweis, ohne den nur ganz wenige Jason-Fans jemals die tiefere Bedeutung dieses Allzweckwerkzeugs geschnallt hätten! Also allerhöchstens 99,78%! Sowas von schlau, also ich weiß nicht ... Also mir verschlägt es die Sprache!

FÜR! DEN! ARSCH!!!

Ja, ich habe irgendwo eine offizielle Erklärung gelesen, was sich die Verantwortlichen wohl dabei gedacht haben sollen. Aber ich pfeife darauf. Eine Assoziation, die sich ohne genauestes Studium eines versteckten Lexikoneintrags nicht anders verstehen lässt als die seit Jahrzehnten etablierte ist für die Tonne!

Wie oft, DC, wie oft wollt ihr den gemeinen Leser eigentlich noch an diesen „absolut saucoolen“ Augenblick erinnern, in dem Jason von EUCH, allen gehässigen NICHT-FANS und dem fucking arsewipe JOKER auf BRUTALSTE WEISE ABGESCHLACHTET WURDE?! Ist das wirklich alles, was euch zu dieser Figur einfällt? Jason, Joker und ein Scheiß Brecheisen? Trollt euch. Nein, wirklich, trollt euch. Stampft Red Hood um Gottes Willen ganz ein, wenn ihr nichts Besseres mit ihm anzufangen wisst, als in jedem verdammten Kapitel, in jedem Spinoff, in jedem Gastauftritt und in jedem Reboot auf diesem einzigen Ereignis herumzureiten. Meine Fresse.

... Ich bin noch nicht fertig. Natürlich bin ich noch nicht fertig, was denkst du denn?

Das Emblem auf seinem Brustpanzer ist also ein Abbild seiner Maske, wenn die Kapuze den Schatten darüber wirft ... Okaaay. Einfallsreich. Ist dieser Schattenwurf echt so cool, dass er Jason im Gesicht nicht reicht und er ihn sich auch noch auf die Front nageln muss? Ganz zu schweigen davon sieht es einer Feldermaus noch immer verdammt ähnlich. WTH?!

Das Schwert ist in Ordnung. Seine All-Caste-Schwerter brauchen ja keine Scheiden und außerdem sind sie nur gegen Magie verwendbar, also ergibt es schon Sinn, dass Jason auch eins für den normalen Gebrauch im Arsenal führt, sprich dem Abschlachten menschlichen Abschaums. Aber wo sind seine Feuerwaffen? Hat er einen dauerhaften Schaden in der Feinmotorik von Bruces väterlich-liebevoller Misshandlung davongetragen, sodass er nicht mehr richtig zielen kann? Oh warte. Bitte erzähl mir nicht, dass er jetzt, wo Bruce ihn mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt hat – nach all den Jahren Zank und K(r)ampf, jetzt, wo er sie endlich beschränkungsfrei einsetzen könnte – seine verfickten Pistolen an den Haken gehängt und auf Nahkampfwaffen umgerüstet hat, weil Baum.

Alter, wenn das passiert ... Ich weiß nicht ... Ich ... Ich fühle mich gerade ... O_o#

Warum kein Soy mehr?! Warum nicht einmal mehr Rocafort?! Javier Fernandez von „Prelude to the Ending“ sagt mir auch irgendwie zu. Er baut die Figuren nicht so entsetzlich muskulös und Jason sieht bei ihm auch noch angemessen jung aus. Er kriegt auch ganz gute Gesichtsausdrücke hin. Aber meine Güte, Woods ist wirklich, ehrlich und zweifelsohne absolut nicht mein Fall. Ich behaupte nicht, dass er ein schlechter Zeichner ist. Seine Hintergründe sind gut. Die Actionszenen sind okay, könnten besser sein, aber auch nicht mies. Aber Jason ist abgrundtief hässlich. Bei Soy habe ich nach jedem Panel gelechzt, das ihn ohne Helm zeigte. Bei Woods würde ich ihm am liebsten die Maske sionis-ähnlich in den Schädel brennen, um ihn ja nicht ohne anschauen zu müssen. Das kann doch nicht erstrebenswert sein, oder?

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Freitag, 6. Juli 2018
[XM] ENDLICH!

F U C K I N G F I N A L L Y ! ! !


💞 GAMBIT & ROGUE FOREVER! 💞




Danke fürs Richtigmachen, Marvel! Seht ihr das?! Seht ihr das, DC?! SO SIEHT EINE HOCHZEIT AUS!!! LERNT ES AUSWENDIG, BEVOR SELINA ZURÜCKKOMMT, DAMIT IHR ES NICHT NOCH EINMAL VERKACKT!!!

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Samstag, 17. März 2018
[B] WAS SOLL'S?
6.3.2018: Der Tag, an dem ich mir sagte: „Fuck it.“ Und dann kotzte ich in wenigen Tagen vier Geschichten zu Jason Todd aus, die mir, seit ich mich eingehender mit dem DC-Comic-Universe beschäftige, immer unerträglicher unter den Nägeln brennen und die ich eigentlich nicht aufschreiben wollte, weil ich schon so viele andere Geschichten am Laufen habe. Aber ich kenne in der Liebe einfach keinerlei Selbstbeherrschung, und so musste Jason raus. Problem ist, das war nur der kümmerliche Auftakt mit den vier kürzesten Plots, die sich mir im Laufe der Zeit aufgedrängt haben. Ich habe noch weitere neun. Mit komplizierterer Handlung. Fuck this shit, um es mit Red Hoods Worten auszudrücken. Hinzu kommt:

ICH HABE KEINEN BLASSEN SCHIMMER, WAS IRGENDWAS IM DC-UNIVERSUM IST.

Ich habe versucht, eine Übersicht über den Kanon zu erhalten, aber die Comics sind dermaßen zahlreich und verwirrend und überladen mit so viel Charakteren und Handlung, dass ich keinen vernünftigen Zugang bekomme. Ich bemühe mich stets, meine FFs möglichst kanonkonform zu halten, aber in diesem Fall habe ich es schlichtweg aufgegeben. In allen meinen Geschichten werden also höchstwahrscheinlich eine Menge OoCness sowie Plot- und Logiklöcher vorherrschen, und eine kontinuierlich nachvollziehbare Timeline wird man vergeblich suchen, obwohl ich mich bemühe, die Handlung so allgemein wie möglich zu halten, um Fettnäpfchen zu vermeiden. Ich freue mich über jede Chance, die du Jason & Co gibst, aber ich kann keine hundertprozentige ... oder überhaupt eine Übereinstimmung mit dem Original garantieren.

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Samstag, 2. September 2017
[WAMLAM] DER MANGA
Ich vergöttere Toshiya Kenzaki und deswegen hat dieser Manga einen besonderen Stellenwert für mich und nicht, weil er zu meinen Lieblingslektüren gehört. Mit WAMLAM ist es ungefähr wie mit Gravitation, ich bin von einer Figur daraus besonders begeistert, kann aber mit dem Rest des Casts und/oder allem anderen nicht viel anfangen. Jedoch muss ich auch zugeben, dass die Reihe, obwohl sie nicht meinen Geschmack trifft, eine der interessanteren Handlungen des Genres aufweist. Und ich habe so einige BL-Mangas gelesen. Nur weil mir die Konstellation der Paare den Spaß am Lesen verdorben hat, muss das also nicht heißen, dass es eine schlechte Geschichte ist. Aber aus meiner Sicht ist der einzige herausragende Pluspunkt wirklich nur Toshiya. Das ist auch der Grund, warum ich mir den Manga nicht kaufe. Ich habe ein paar Anläufe gemacht, aber die Konstellation und das ewige Hin und Her und das andauernde Bashing meines Favoriten gehen mir so dermaßen auf die Nerven, dass mir mein Geld dafür zu schade ist. Wenn wenigstens am Ende KaoruxToshiya rausgekommen wäre, sähe das anders aus, aber nicht einmal das hat Nitta mir gegönnt ...

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Sonntag, 10. Juli 2016
[GB] DEUTSCHE ANIME-AUSGABE
Anime Virtual, wie sich Kazé damals noch nannte, hat sich in Punkto Ausstattung bei dieser Serie wirklich selbst übertroffen. Ich bin so froh, dass ich damals das Geld hineingesteckt habe und nun stolzer Besitzer der Collector's Box bin. Sammelschuber, T-Shirt, Sticker, Soundtrack... Alles dabei. So zufrieden bin ich seitdem eigentlich nur noch bei der Ersteigerung der amerikanischen Version von "Witch Hunter Robin Vol.1" gewesen, die auch sehr schöne Beigaben mitgebracht hatte.
Leider muss ich aber auch sagen, dass die Technik der deutschen Get-Backers-Ausgabe... Naja, nicht unter aller Sau, das würde anderen, noch mieseren Umsetzungen nur schmeicheln... aber doch recht schlecht ist. Das Bild flackert, der Ton ist auch nicht optimal und dass es nur japanische Synchro mit teils fehlerhaften und manchmal kaum lesbaren, weil viel zu hellen Untertiteln gibt, ist auch sehr schade. Das wird dem originellen, lustigen und spannenden Inhalt der Serie nicht gerecht. Ich wünschte, Kazé würde sich dazu durchringen, sie nochmal zu überarbeiten und neu rauszubringen. Aber das wird sicher nicht geschehen, da ich nur ein Fan unter wenigen sein würde, die sie sich ein zweites Mal anschaffen würden, selbst wenn die Qualität sichtbar aufgebohrt wäre. Dafür ist "Get Backers" wahrscheinlich zu unbekannt oder auch einfach unbeliebt.

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[DB] EIN FILM MIT VEGETA IN DER HAUPTROLLE?
Toriyama hat diesen Film nicht direkt angekündigt, nur gesagt, dass er es sich vorstellen könnte, ein Script zu schreiben, in dem Vegeta eine tragende Rolle einnimmt.
Schön für ihn. Ich kann es nicht. Und ich mache mir da auch überhaupt keine großen Hoffnungen. Ich wurde mehr als einmal enttäuscht, wenn es um Vegetas Charakterentwicklung oder um seinen Einfluss auf die Hauptstory ging und bin davon überzeugt, dass es auch in diesem Film nur um Vegeta-Bashing gehen wird und Son Goku am Ende der strahlende Held und Retter des Universums sein wird. Wie immer.
Dabei würde ich alles dafür geben, Vegeta mal wieder richtig loslegen zu sehen. Und zwar richtig loslegen, nicht einen Schlag ansetzen und dann von einem haushoch überlegenen Kontrahenten wie eine Fliege aus der Luft geklatscht werden, um von Goku gnädig aufgefangen zu werden. Um ehrlich zu sein, wird mir sein GT-Outfit und seine gelassenere, humorvollere Persönlichkeit fehlen. Das waren nämlich Aspekte, die ich in GT wirklich gut fand! ... Seine total ungekonnt abgesägte Frisur und der Schnurrbart hingegen können ruhig unerwähnt bleiben. Obwohl es Zeiten gab, an denen ich den Schnäuzer sogar irgendwie sexy fand. Trotzdem bevorzuge ich ihn ohne, auch, weil er um so viel jünger aussieht.
Seine Klamotten sind allerdings unvoreingenommen stylisch. Viel besser als die ewig gleiche Uniform, so königlich sie auch immer sein mag. Wobei ich diese Aussage genauso idiotisch finde wie so vieles, was die DB-Macher uns Rezipienten weismachen wollen. Die Uniform ist also Sayajin-Royal-exklusiv (sagt Vegeta im Kurzfilm "Yo! Son Goku und seine Freunde kommen zurück!!"). Hm, ich frage mich dann aber, warum Freezer und Konsorten die exakt gleichen Uniformen getragen haben. Ich bezweifle stark, dass der Herr Kröten-Diktator sich gedacht hat: "Boah, die Klamotten dieser untergeordneten Spezies sehen so toll aus, die übernehme ich für mein gesamtes Regiment!" Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln über so viel Bequemlichkeit. Ist es wirklich so schwer, Animefiguren eine wenigstens rudimentär wechselnde Garderobe zu spenden?
Der SSJ4 wird mir schmerzlich fehlen. Ich verstehe gar nicht, warum so viele Fans diese Form ablehnen. Ich finde sie klasse. Natürlich, wir bekommen dafür den Götter-Sayajin, aber ich mag Vegetas rot-blau-braunes SSJ4-Design auch gerne. Goku hingegen sieht tatsächlich weniger gut aus.
Und ich hoffe, dass ihre Nachkommen in der neuen Staffel keine so große Rolle spielen. Oh Gott, wenn ich auch nur noch einmal Pans Stimme ertragen muss, schmeiß ich den Fernseher aus dem Fenster!

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Sonntag, 19. Juni 2016
[RE] SLASH IM FANDOM?
Ich habe kürzlich dieses Youtube-Video mit einem lachenden und einem weinenden Auge angesehen. Chris und Wesker halbnackt in trauter Zweisamkeit, das hat mich gleichzeitig köstlich amüsiert und ziemlich abgestoßen. Was mich, und wahrscheinlich nicht nur mich, auf das Thema Yaoi bringt. Ich sage es offen: Im Resident-Evil-Universum gibt es meiner Meinung nach keinen Platz dafür. Die Männer sind, mal abgesehen von Morpheus, so eindeutig Hetero, dass es mir die Tränen der Verzweiflung in die Augen treibt, wenn sich in einer Slash-Fanfiktion Albert in einem Ansturm von scheinbarer Selbsterkenntnis von einem ebenso erleuchteten Chris inmitten von Zombiehorden bis zum Morgengrauen – und auch zu meinem Grauen – nageln lässt. Und was sich durch die verschiedenen B.O.W.s in Sachen Tentakelsex alles anbietet, möchte ich am liebsten nie erkannt haben! Ich sage nur BandersnatchxSteve. Oder OroborosxChris. Nein. Ich weigere mich, Yaoi in Verbindung mit "Resident Evil" zu akzeptieren!

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[RE] RESIDENT EVIL 6
Auch wenn ich "6" für ein weniger gutes Spiel als die Old-School-Teile halte, lehne ich es grundsätzlich nicht völlig ab, obwohl selbst die New-Age-Fraktion teilweise massiv dagegen wettert. Okay, ich habe es nicht gespielt, deswegen weiß ich nicht, ob die Steuerung was taugt und ich halte die Story für etwas mager ausgefallen und das Geballere für zu viel, aber ich finde zum Beispiel, dass Leon wieder ein wenig freundlicher (wenn auch seltsam dumm ^-^') rüberkommt, mag Jake sehr gern, habe mich ein bisschen nostalgisch gefreut, dass sie Sherry zurückgebracht haben (auch, wenn ich es gleichzeitig für überflüssig halte) und was das Beste ist: Ada Wong trägt endlich mal ein Outfit, welches sie bei ihrem Job nicht total behindern dürfte!
Okay, es ist ein reines Action-Spiel und hat ansonsten kaum nennenswerte Vorzüge. Aber der Humor ist einfach unschlagbar. Ich behaupte sogar, dass er von Capcom absolut beabsichtigt war. Mal ganz ehrlich: Sie haben die Reihe doch sowieso absetzen wollen. Aber alle Fans haben getobt wie kleine Kinder und nach antiquierter Innovation gebrüllt. Ich schließe mich da nicht aus. Ich habe Neues, Frisches verlangt, ohne von den Wurzeln abweichen zu wollen, "4" und "5" verteufelt – Naja, "4" vielleicht nicht ganz so sehr – und dem Gänsehaut-Horror der alten Teile hinterher getrauert. Mache ich immer noch. Denn ich habe eingesehen, dass es niemand schaffen wird, diese Atmosphäre zurückzuholen. Das sieht man schon an Shinji Mikamis "The Evil Within". Da hieß es auch, es sollte zurück zu den Wurzeln gefunden werden. "Zurück zu den Wurzeln" letztendlich dann aber nur insoweit, dass man Szenen aus den ersten Resident-Evil-Teilen verbrät. Der Horror ist wenig subtil, sondern fast immer oberflächlich. Das "Schleichsystem" ist ein Witz. Und ich denke, was anderes wollen die jungen Spieler heutzutage auch nicht mehr. Den meisten wird wohl Splatter und kurzweilige Panik reichen. Soll auch kein Vorwurf sein. "The Evil Within" macht sicher Spaß. Genauso wie "Resident Evil 6".
Ich tippe ja darauf, dass Capcom das Spiel deswegen so völlig entgegen den Wünschen der "alten" Fangemeinde entwickelt hat, um das ewige Gebettel und Genörgel endgültig abzustellen. Wahrscheinlich haben sie sich gedacht: "Hey, lasst uns ein Spiel machen, das von Action, Logikfehlern, nichtssagendem Inhalt und Nervfaktoren nur so überquillt! Und dann fügen wir so einen Riesenbatzen Selbstironie hinzu, dass die Spieler gar nicht umhin kommen, sich veralbert vorzukommen! Dann werden sie endlich aufgeben, nach neuem Alten zu verlangen und wir können uns unseren wirklich innovativen Projekten zuwenden!"
Bei mir haben sie es geschafft. Ich möchte gar keinen neuen Teil mehr, sondern lieber die alten in wunderbarer Erinnerung halten und ihnen später nicht nachsagen müssen, sie gehörten zu einer der unzähligen Reihen, die von Entwicklern ausgeschlachtet wurden, bis niemand sie mehr ertragen konnte. "Resident Evil" war fantastisch. Inzwischen ist es gut. Macht es nicht schlimmer.
Außerdem: Eine globale Virenausbreitung ist von der Spannung her schwer zu toppen und hat, wie ich finde, das bedrohliche Feeling zerstört. Ich meine, bei jedem Teil erwartet man doch, dass alles noch schlimmer wird, richtig? Aber in "6" wurde der Gipfel erreicht, oder? Wo soll denn "7" stattfinden? Im Weltraum?

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[RE] DIE SPIELE
Meine Lieblingsteile – und ich habe eine Menge gespielt – sind mit Abstand "2", "Survivor" und "Zero".

Die Gründe für "2": Leon, Zauberkisten, Atmosphäre, spannende Storyline, Claire, verbesserte Spielbarkeit, eine der besten Schrotflinten und Leon.
Spielt sich leider inzwischen aber sehr steif.

Die Gründe für "Survivor": Ark, eine der verstörendsten Hintergrundstorys der Reihe, Ark, Atmosphäre, alltagstauglicher Raketenwerfer und Ark.
Leider einen horrende technische Umsetzung und Wegwerf-Nebencharaktere, aber Ark.

Die Gründe für "Zero": Großartige Spielbarkeit, zum bisher letzten Mal erreichte beklemmende Atmosphäre des Originals, Billy, Buddy-System, Gegenstände ablegbar und wiederverwertbar.
Leider keine Zauberkisten mehr, die den Protas die wirklich wichtigen Sachen hinterhertragen und meine meistgehassten Gegner der Reihe: Leechmen.

Danach würde ich noch "Nemesis", "Code:Veronica" und "Gaiden" als erwähnenswert betrachten. Danach kommt nichts mehr. Die zwei anderen Shooter, die "Outbreak"- und "Chronicles"-Teile sind mir zu hektisch und/oder konträr zur Hintergrundstory und die New-Age-Teile "4", "5" und "6" einfach zu actionlastig und deswegen zu schwer. Ich komme nur schlecht mit dem Zielsystem klar, kriege Kopfschmerzen von der Kamera, habe keine Ahnung, wie man die Quick-Time-Events schaffen soll und finde die meisten Monster nur noch albern – außer dem Regenerator. Wer den Regenerator albern findet, muss Nerven aus Stahl besitzen.
Es macht mich traurig, dass mir Capcom mit ihrem neuen Konzept den Spaß am Spielen verdorben haben, denn die Story selbst verfolge ich noch immer gern, auch wenn sie mit jedem Teil konstruierter wirkt. Sie war zwar schon immer etwas seltsam, aber sie ist über "gruselig seltsam" (1) zu "seltsam verstörend" (C:V) inzwischen bei "an den Haaren herbeigezogen seltsam" (6) angekommen, was ein bisschen schade ist. Naja, vielleicht geben sie sich bei "7" ja mehr Mühe.

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[RE] EIN FRANCHISE VOLLER SCHARFER KERLE!
Es gibt auch noch andere Charaktere, die ich sehr gerne mag, auf die ich aber gleichzeitig gut verzichten kann. Wenn das irgendjemand verstehen sollte. Ich meine, klar, ich würde jubeln, wenn ich sie mal wiedersehen könnte, aber ich verliere nicht unbedingt Schlaf über dieses Verlangen.
Carlos, Barry oder Billy wären natürlich cool, mal wieder gespielt werden zu können, zur Not nähme ich sogar Bruce, sofern er nicht mehr animiert ist wie ein degenerierter Schimpanse.

Ein Allround-Charakter, den ich gerne gespielt habe und nach Ark am liebsten mal wieder tun würde, ist Carlos Oliveira. Er ist so karibisch sonnig und leicht zu mögen und wenn ihn Capcom nicht serientypisch mit Jill zu verkuppeln versucht hätte, hätte er vielleicht noch den einen oder anderen Auftritt gehabt. Aber so konnte er nicht mehr als ein One-Night-Stand werden, denn die Fans dulden nun einmal keinen Rivalen zwischen dem VIP-Kanon-Pärchen ChrisxJill. Schade um Carlos. Er ist mir viel lieber als Chris. Nicht als Freund von Jill, aber rein spielerisch. Ich wüsste zu gern, was aus ihm geworden ist.

Albert Wesker vereint in sich eigentlich alles, was mich normalerweise abschreckt. Er ist einfach ein richtiger Antagonist, kein Wischiwaschi-Bösewicht wie in so vielen anderen Titeln! Als ich ein Let's Play vom fünften Teil gesehen habe, war ich schockiert, als es so aussah, als wenn Capcom auf die Mitleidschiene aufspringen und ihm eine tragische Vergangenheit verpassen wollte (von wegen des Gesprächs mit Spencer, in dem er ihm mehr oder weniger sagt, dass er ganz alleine auf der Welt ist, buhu)! Vor dem Kampf im Vulkan habe ich tatsächlich damit gerechnet, dass Chris und Sheva nach Alberts Kommentar, dass er niemanden bräuchte, weil er Oroboros hat, den typischen Appell von der Wichtigkeit von Liebe und Freundschaft auf ihn loslassen! Alter, dann hätte ich vorbehaltlos gekotzt! Aber zum Glück hat Al sich davon ja nicht irritieren lassen und ist weiterhin abgrundtief böse geblieben.
Er ist so charismatisch, gerade weil seine Seele schwarz wie die Nacht ist. Als Ausnahme von der Regel ist seine Unbeirrbarkeit etwas, was mich total fasziniert. Es ist erleichternd, dass es noch Böse wie ihn gibt, die mich nicht mit ständigen Grauzonen belasten. Dass er höllisch gut aussieht, trägt natürlich auch sein Scheffelchen zu meiner Begeisterung für ihn bei. Im Ur-Opening mit echten Schauspielern habe ich übrigens geglaubt, in seinem Darsteller Val Kilmer zu erkennen ...

Billy Cohen ist ein ähnlicher Typ wie Carlos und auf den gleichen Gebieten einsetzbar. Ich habe ihn gern gespielt und zur Abwechslung hatte ich nichts gegen eine Romanze zwischen ihm und Rebecca. Aber sie war Capcom wohl zu jung, weswegen er spurlos von der Bildfläche verschwinden musste. Versuch nicht, mir was anderes einzureden, von wegen er ist ein gesuchter Schwerverbrecher – wenn auch zu Unrecht – und wenn er erwischt wird, droht ihm die Todesstrafe! Wenn ihn die Fans wirklich zurückhaben wollten, wären diese Umstände nur ein kleines Hindernis. "Zero" ist einer meiner Lieblingsteile wegen Billy und dem absolut genial spaßigen Buddy-System. Er ist tatsächlich cool, ohne unsympathisch zu wirken. Ich wünschte, er würde mal wieder Protagonist eines Kanon-Teils werden. Aber in letzter Zeit produziert Capcom mehr Ableger – und noch dazu schlechte – als vernünftige Fortsetzungen. Ein Jammer.

Um genau zu sein, hätte ich gerne mehr Teile, in denen zwei Männer die Hauptrolle spielen. Kann doch nicht so schwer sein, oder? Bei "Revelations 2" klappt's ja mit den Mädels auch! Ich beginne wirklich, mich zu fragen, warum es immer ein männlicher und ein weiblicher Prota sein muss, die sich auch noch deutlich zueinander hingezogen fühlen müssen. Billy und Rebecca. Chris und Jill. Barry und Jill. Chris und Rebecca. Leon und Claire. Carlos und Jill. Bruce und Fong Ling. Steve und Claire. Leon und Ashley. Chris und Sheva. Albert und Estrella. Leon und Helena. Jake und Sherry. Chris und P... ... ... Oh, jetzt verstehe ich, warum sich die Yaoi-Fraktion seit "6" so freut! Zuerst die Sache mit der Giraffe und jetzt... Ich fühle mich in der Annahme bestätigt, dass Capcom mit diesem Teil eine humorvolle Selbstbefreiung vornehmen wollte. Darf ich Wünsche äußern?! Ark und Leon! Ark und Billy! Ark und Carlos! Ark und Barry! Leon und Billy! Leon und Carlos! Leon und Ba... Nein, das gab's ja schon... Moment. Heißt das etwa, dass Barry und Leon ein Paar sind o_O?!

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