Freitag, 30. Oktober 2015
[AN] BRUDERLIEBE
Tatsuha eröffnet sich die Chance, endlich dem dunklen Geheimnis seines Bruders auf die Spur zu kommen. Einem neuen Freund nach Amerika folgend, macht er sich daran, den Grund herauszufinden, welcher den einst liebevollen Eiri in einen kaltherzigen Stein verwandelt hat. Die Frage ist nur, ob er mit der Wahrheit so gut umgehen kann, wie er sich vorgenommen hat.
[Abenteuer / Angst / Erhöhtes OC-Aufkommen / Familie / Freundschaft / Humor / Schmerz und Trost / Suspense]

Die Handlung setzt kurz nach Ende des Animes ein.

Ich möchte nicht, dass ein begeisterter Yaoiist am Ende erzürnt ist, weil er nicht auf seine Kosten gekommen ist. Da man bei Gravitation in der Regel an Yaoi/Shonen-Ai denkt, halte ich es deshalb für sinnvoll, dich darauf hinzuweisen, dass es in dieser Geschichte weder relevante gleichgeschlechtliche Beziehungen noch Sexszenen gibt.

Da die Sprachbarriere eine gewisse Rolle spielt, sind englische Dialoge in »...«-Anführungszeichen gesetzt.

Der Film „Brainsuckers From Outer Space“ wird in Michael Mittermeiers Programm „Paranoid“ ausgiebig vorgestellt.

Ich war so froh, mit dieser Geschichte endlich durch zu sein, dass ich sie seit der Fertigstellung 2013 nicht wieder gelesen habe. Dadurch fehlte ihr die für mich übliche ständige Überarbeitung. Als ich jetzt endlich mal eine erste und wahrscheinlich letzte Generalüberholung durchgeführt habe, habe ich erstmal gemerkt, wie – Pardon – beschissen sie teilweise geschrieben war. Deshalb hat sie einige echt massive Korrekturen über sich ergehen lassen müssen. Inhaltlich ist sie gleich geblieben, aber manche Stellen waren so obskur, dass ich selbst eine Weile brauchte, bis ich begriff, was ich hatte sagen wollen – so etwas habe ich in der neuen Version hoffentlich besser erklärt, ohne zu sehr ins „tell“ abzudriften. Im Allgemeinen hab ich aber lediglich haufenweise Orthografie-Fehler berichtigt, Rechtschreibung, Grammatik, Stil – you say it, I had it. Jetzt ist sie besser. Ob sie gut ist, überlasse ich dir zu entscheiden °-^.

Es war absolute Schwerstarbeit, die zweite Hälfte zu schreiben. Irgendwann hat sich mir der Sinn der ganzen FF nicht mehr offenbart. Gravitation ohne Männerliebe, ohne Sex, ohne Musik und mit nur einer einzigen bekannten Figur? Zu allem Unglück wurden mir Yuma, Grace und im zunehmenden Maße Corey mit der Zeit sympathischer als Tatsuha selbst, obwohl ich mich normalerweise nicht zu sehr an meine OCs gewöhne, weil ich sie als Mittel zum Zweck entwickle. Aber hier habe ich das Ziel aus den Augen verloren, eine Tatsuha-FF zu schreiben und den Fokus viel zu sehr auf die OCs gelegt. Selbst Jessica, die ich von Beginn an als Antagonistin eingeplant hatte, wollte ich irgendwie nicht mehr so recht opfern.

Aber warum weder Männerliebe noch Sex? Liegt wahrscheinlich daran, dass ich damals, als die Geschichte begann, noch am Anfang meines Interesses für Shonen-Ai stand. Ich hatte gerade einmal Fake gesehen, Gravitation war erst mein zweiter Anime in diese Richtung, sodass ich zwar angetan von dem Genre, aber noch nicht wirklich drin in der Szene war. Deswegen hat diese Story als – sagen wir mal vorsichtig – Psychostudie begonnen, da Tatsuha mir vorkam, als hätte er von allen Figuren den größten Haufen latenter Probleme zu tragen, was dem Zuschauer durch seine fröhliche Art völlig abgeht. Und in diesem Sinne habe ich sie auch weiter und zu Ende geführt, denn ich will mich später mal daran erinnern, dass ich auch was anderes schreiben kann außer Action und Abenteuer. Obwohl es am Ende ja doch recht actionreich wird.

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